Wild und Lautlos

Nationalpark Foreste Casentinesi

Wanderungen und Highlights

Wenn du Nationalparks, Wanderungen und Natur liebst musst du unbedingt den Nationalpark Foreste Casentinesi besuchen!

Das großflächige Waldgebiet liegt zwischen der Emilia-Romagna und der Toskana und ist ein wirklicher Italien Geheimtipp!  

Hier zeigen wir dir unsere Highlights und die schönsten Wanderungen im Nationalpark Foreste Casentinesi.

Der Nationalpark Foreste Casentinesi

Italien hat insgesamt 25 Nationalparks. Der Nationalpark Foreste Casentinesi ist eines der beeindruckendsten Schutzgebiete darunter und wurde 1993 gegründet. Das unberührte, großflächige Waldgebiet liegt zwischen der Emilia-Romagna und der Toskana und zählt zu den am besten erhaltenen Wäldern in ganz Italien.

 

Bereits im Mittelalter bewirtschafteten Mönche, insbesondere rund um das Camaldoli Kloster, die Wälder nachhaltig. Heute ist der Nationalpark ein bedeutendes Schutzgebiet für seltene Tier- und Pflanzenarten und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber.

Die beste Reisezeit für den Nationalpark Foreste Casentinesi

Der Nationalpark Foreste Casentinesi ist ein ganzjähriges Reiseziel und begeistert zu jeder Jahreszeit mit besonderen Highlights.


  • Im Frühling erblüht die Natur in frischen Farben und macht den Park ideal für Wanderungen.
  • Im Sommer sorgen die dichten Wälder und schattigen Wege für angenehme Temperaturen.
  • Im Herbst erstrahlt der Nationalpark Foreste Casentinesi in den Farben des Foliage! Dabei taucht die berühmte Laubfärbung die Landschaft in bunte und warme Farben.
  • Im Winter hingegen erwartet dich eine ruhige, fast mystische Atmosphäre. Der Nationalpark ist im Winter außerdem fast menschenleer und somit perfekt wenn du die Natur fernab vom Trubel genießen möchtest. Wichtig ist es im Winter jedoch auf die Wetterlage zu achten, da es im Nationalpark Foreste Casentinesi auch ziemlich viel schneien kann.

Wir waren übrigens mit unserem selbstausgebauten Van unterwegs und fanden, dass sich der Nationalpark Foreste Casentinesi super für einen Roadtrip in die Natur eignet. 

Stausee Lago di Ridracoli | Nationalpark Foreste Casentinesi

Der Stausee Lago di Ridracoli ist eines der großen Highlights des Nationalparks Foreste Casentinesi.

Erbaut wurde der Stausee in den 80er Jahren, insbesondere um die Trinkwasserversorgung der Romagna und von San Marino sicherzustellen.

Die Staumauer ist dabei stattliche 103 m hoch und 432 m lang

 

Der Stausee ist jedoch nicht nur ein wichtiger Wasserspeicher, sondern auch ein schönes Ausflugsziel.  So kannst du hier wandern, Boot fahren oder die beeindruckende Aussicht von der Staumauer genießen. Gerade die Kombination aus Natur, Wasser und Bergen macht diesen Ort zu einem besonderen Ausflugsziel im Nationalpark.

Öffnungszeiten und Preise

Im Sommer, genauer gesagt vom 8. Juli bis zum 6. September 2026 hat hat die Staumauer jeden Tag außer Montags für Besucher geöffnet. Während der Hauptsaison im August darüber hinaus auch montags zugänglich.  

 

Die Öffnungszeiten sind dabei täglich von 9 bis 19 Uhr. Wichtig zu beachten ist, dass der letzte Eintritt mindestens eine Stunde vor der Schließung erfolgen soll. Mehr Infos findest du auf der offiziellen Webseite.

 

Das Ticket für den Besuch der Staumauer inkludiert außerdem den Eintritt in das Eco-Museum IDRO im Ort Ridracoli und kostet nur 5 € (Standartticket). Du kannst dein Ticket entweder ganz einfach vor Ort oder bereits vorab online kaufen.

 

Die Bootstour kostet dich vor Ort 3 € (Standartticket), während du online 5 € zahlen musst. Allerdings haben wir die Bootstour selbst nicht gemacht und können dir daher keine persönliche Empfehlung geben. 

 

Parken kannst du kostenfrei unten beim Ticketbüro. Zusätzlich hast du an manchen Tagen die Möglichkeit mit dem dem Auto bis zur Staumauer hochzufahren. Dies ist jedoch nur unter der Woche möglich. An Sonn- und Feiertagen musst du unten parken.

 

Von Ostern bis Ende August gibt es außerdem einen kostenfreien Shuttleservice der dich ganz unkompliziert vom Parkplatz bis zur Staumauer bringt.

Die Wanderung zum Stausee

Die Wanderung zur Staumauer und schließlich entlang des Stausees beginnt am großflächigen und kostenfreien Parkplatz. Dabei führt der Weg zur Staumauer führt teils über eine asphaltierte Serpentinenstraße, teils aber auch durch Waldwege die eine Abkürzung der Serpentinen darstellen. 

 

Alternativ hast du vom Parkplatz aus aber auch die Möglichkeit mit dem kostenfreien Shuttle Bus bis hoch zur Staumauer zu fahren.

 

Oben angekommen, kannst du den Stausee und sein Ufer auf einer Wanderung erkunden, die du beliebig erweitern kannst. Wir sind nur eine kleine Runde gelaufen, da uns leider der Regen eingeholt hatte. 

Darüber hinaus kannst du dir ein Kanu leihen oder Bootstour unternehmen. 

Infos zur Wanderung

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Details

Ausgangspunkt: kostenfreier Parkplatz

Länge: circa 7 km 

Dauer: circa 2:30 Stunden hin und zurück

Schwierigkeit: mittel

Höhenmeter: ↑ 350 m / ↓ 350 m

Hier kannst du die Wanderung zum Stausee Lago di Ridracoli auf Komoot finden.

Geheimtipp Lago di Poggio Baldi

Etwas versteckt an der Straße SS310 zwischen Corniolo und Berleta liegt der idyllische Lago di Poggio Baldi, der definitiv einen kurzen Abstecher wert ist.

 

Der See entstand übrigens durch einen Erdrutsch und verleiht der Landschaft dadurch einen ganz besonderen Charakter. Besonders mystisch wirken die Baumstämme, die aus dem Wasser ragen, sowie das verlassene Steinhaus am gegenüberliegenden Ufer.

 

Um zum See zu gelangen musst du erst etwas bergab laufen. Vor Ort kannst du dann gemütlich am Ufer entlangspazieren. Außerdem gibt es einen Tisch, der sich ideal für ein kleines Picknick eignet.

 

Der See ist kein Touristen-Hotspot. Das zeigt sich auch darin, dass es keinen ausgewiesenen Parkplatz gibt. Daher musst du bei einem Besuch dein Auto am Straßenrand abstellen.

Premilcuore | Nationalpark Foreste Casentinesi

Premilcuore ist ein kleiner Ort inmitten der Foreste Casentinesi und gehört zur Provinz Forli-Cesena. Das Dorf liegt dabei eingebettet in eine ursprüngliche Berg- und Waldlandschaft und ist somit ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen.

Wasserfälle & Monte Tiravento Wanderung

Ein paar Kilometer südlich von Premilcuore befinden sich die zwei Wasserfälle Cascata Urlante (der schreiende Wasserfall) und Cascata della Sega.

 

Diese kannst du im Rahmen einer einfachen Wanderung vom kostenfreien Parkplatz aus besuchen. Wenn du jedoch gerne länger unterwegs bist, solltest du unbedingt den Rundweg gehen, den wir dir nun vorstellen. 

 

Vom kostenfreien Parkplatz gehst du zunächst über eine märchenhafte Steinbrücke und schließlich bergauf durch ein dichtes Waldgebiet. Dabei ist der Berg Monte Tiravento (der „stürmische“ oder „windige“ Berg) ist das Etappenziel diese Wanderung.  Hierbei wanderst du am Bergrücken entlang bevor du schließlich wieder absteigst. Am Ende der Wanderung erreichst du schließlich die zwei Wasserfälle.

 

Wenn du im Sommer unterwegs bist kannst du hier übrigens auch baden.

Infos zur Wanderung

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Details

Ausgangspunkt: kostenfreier Parkplatz Località Giumella, südlich von Premilcuore

Länge: circa 15 km 

Dauer: circa 5:30 Stunden 

Schwierigkeit: schwer

Höhenmeter: ↑ 720 m / ↓ 720 m

Hier kannst du die Wanderung zu den Wasserfällen & dem Monte Tiravento auf Komoot finden.

Kloster La Verna | Nationalpark Foreste Casentinesi

Inmitten des dichten Waldgebietes des Nationalpark Foreste Casentinesi befindet sich das Kloster La Verna. Auf 1.300 Höhenmetern, leben bis heute die Franziskanermönche. 

 

Besonders bekannt wurde das Kloster übrigens durch Franz von Assisi, der hier im Jahr 1224 seine Stigmata empfangen haben soll. Seitdem gilt La Verna als einer der wichtigsten franziskanischen Pilgerorte Italiens.

 

Doch nicht nur für Pilger lohnt sich ein Ausflug zum Kloster La Verna! Eine fast mystische Atmosphäre umgibt die alten Mauern, die du auf eigene Faust erkunden kannst. Das Kloster ist relativ groß und beinhaltet verschiedene Kirchen, Kapellen, die Grotte San Francescos, einen kleinen Shop sowie den Friedhof der Mönche.

Öffnungszeiten des Klosters & weitere Infos

Von Mai bis September öffnet La Verna seine Türen von 6:30-21:30 Uhr.
Von Oktober bis April von 6:30-19:00 Uhr.

Das Kloster ist jeden Tag geöffnet! 

 

Im Kloster La Verna kannst du auch übernachten. Und zwar in der eigens angelegten Foresteria. Die einfachen Zimmer mit Vollpension kosten zwischen 60 und 70 €. Alle Informationen und die Möglichkeit zur Buchung findest du auf der Webseite des Klosters.

 

Des Weiteren ist es im Kloster möglich in der Mensa zu essen. Die Menüs sind vorab festgelegt und für alle gleich. Mehr Infos dazu findest du hier.

Wanderung zum Kloster & auf den Monte Penna

Das Kloster erreichst du zu Fuß über einen Waldweg vom Ort Chiusi della Verna aus. Alternativ kannst du auch bis zum kostenpflichtigen Parkplatz des Klosters fahren. Wir empfehlen dir jedoch auf alle Fälle die Wanderung durch den dichten Wald. Denn es ist schon sehr besonders zu Fuß zum Kloster zu gelangen!

 

Vom Kloster La Verna aus kannst du auf einem kurzen Rundweg zum nahen Berg Monte Penna weiterwandern. Von dessen Gipfel aus du ein wunderbare Aussicht über die Weite des Nationalpark Foreste Casentinesi.

 

Hier in diesem Waldgebiet steht zudem der höchste autonome Baum Italiens. Nämlich der 52 Meter hohe Abetone. Einige Bäume in diesem uralten Forst sind bis zu 400 Jahre alt und somit ein stilles, ehrfurchtgebietendes Zeugnis der Zeit.

Infos zur Wanderung

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Details

Ausgangspunkt: Parkplatz Chiusi della Verna

Länge: 5 km 

Dauer: circa 2 Stunden hin und zurück (reine Gehzeit)

Schwierigkeit: mittel

Höhenmeter: ↑ 280 m / ↓ 280 m

Hier kannst du die Wanderung zum Kloster La Verna & zum Monte Penna auf Komoot finden.

Eremo Camaldoli | Nationalpark Foreste Casentinesi

Eine Eremitage, nämlich das Eremo di Camaldoli, liegt tief in den Wäldern des Nationalpark Foreste Casentinesi.  Auch hier leben heute noch Mönche. Nämlich die Camaldolesi die dem Orden der Benediktiner angehören.  

 

Die Eremitage wurde um 1025 von Romualdo gegründet. Jene besteht aus mehreren Häuschen die jeweils von einem Eremiten bewohnt werden. Diese einzelnen Zellen werden durch eine Kirche für das gemeinsame Gebet ergänzt. Heute gibt es zwanzig Zellen, die jüngste stammt aus dem Jahr 1743.

 

Einen kleinen Teil des Eremos, sowie die Kirche kannst du übrigens auf eigene Faust erkunden. Auch hier gibt außerdem einen Klostershop mit allerhand Köstlichkeiten und Handwerkskunst.

 

Da die Zellen heute noch von Mönchen bewohnt werden können sie nicht betreten werden. Besonders interessant ist jedoch die Zelle von Romualdo: hier kannst du hineingehen und sehen, wie alle anderen Zellen aufgebaut sind. Schneckenförmig nämlich, damit in den kalten Wintermonaten die Wärme nicht verloren geht. So bekommst du einen guten Eindruck vom Leben der Eremiten, ohne die Privatsphäre der Bewohner zu stören.

 

Wir fanden Camaldoli umgeben von einer ruhigen Atmosphäre, wo Wald, Stille und spirituelle Geschichte zu  verschmelzen scheinen.

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