Wild und Lautlos

Toskana Geheimtipps

7 Orte die du garaniert nicht kennst 

In diesem Beitrag zeigen wir dir sieben Toskana-Geheimtipps, die du garantiert noch nicht kennst!

 

Die Toskana ist eine der beliebtesten und meistbesuchten Regionen Italiens – und das völlig zu Recht! Mittelalterliche Dörfer, geschichtsträchtige Städte, sanfte Hügel voller Zypressenhaine und eine weltklasse Küche machen die Region einfach unwiderstehlich. Doch die große Beliebtheit hat eine Kehrseite: Viele der bekannten Orte sind hoffnungslos überlaufen.

 

Aber es gibt sie noch, die unentdeckten Ecken. Lass dich von unseren sieben Lieblingsorten abseits der Touristenpfade für deine nächste Toskana-Reise inspirieren!

Massa Marittima: Panoramablicke bis ans Meer

Massa Marittima ist ein echter Toskana Geheimtipp. Die pittoresken Kleinstadt liegt in der Provinz von Grosseto, in der Nähe des wunderschönen Nationalpark Maremma. Besonders ein Spaziergang in den Abendstunden hat in Massa Marittima einen besonders schönen Flair!

 

  • Ein kleiner Geheimtipp vorab: Massa Marittima liegt in den Hügeln. Bei klarem Wetter kannst du vom Ort aus sogar bis an das glitzernde Meer sehen!

Highlights in Massa Marittima

Die Cattedrale di San Cerbone & die Piazza Garibaldi: Die Kathedrale thront leicht schräg auf einer Treppe über dem Platz, was ihr einen absolut einzigartigen und majestätischen Look verleiht. Perfekt, um sich in einem der kleinen Cafés zu setzen und das Treiben zu beobachten.

 

Lass dich durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt treiben!

Monterotondo Marittimo: die rauchende Seite der Toskana

Nur etwa 20 Minuten Fahrt von Massa Marittima entfernt liegt der Ort Monterotondo Marittimo.

 

In Monterotondo bestimmt die Geothermie das komplette Landschaftsbild. Es ist ein faszinierendes Naturphänomen, das die Umgebung in eine fast surreale Szenerie verwandelt: Überall steigt weißer Dampf aus Spalten in der Erde, es riecht intensiv nach Schwefel und die karge, rötliche Landschaft erinnert zeitweise eher an eine postapokalyptische Welt oder die Oberfläche des Mars als an die typische, sanfte Toskana.

Ein absolutes Must-See für alle, die das Außergewöhnliche suchen!

Geothermalpark Le Biancane

Das absolute Highlight vor Ort ist eine Wanderung im kostenlos zugänglichen Geothermalpark Parco Biancane. 

 

Der Park ist hervorragend erschlossen und lässt sich wunderbar auf gut ausgeschilderten Wegen zu Fuß oder sogar mit dem Mountainbike erkunden. Du spazierst hier direkt an kochenden Schlammlöchern, dampfenden Quellen und farbenprächtigen Gesteinsformationen vorbei.

Thermalquellen Bagni di Petriolo: die Alternative zu Saturnia

Wer hat nicht schon die wunderschönen Bilder der Schwefeltümpel von Saturnia gesehen? Wir wollten dort vor Jahren selbst einmal baden und haben am Ende nicht einmal einen Parkplatz bekommen. So extrem überlaufen sind die bekanntesten Thermalquellen Italiens mittlerweile leider.

 

Doch es gibt eine fantastische und weitaus entspanntere Alternative: Auf halber Strecke zwischen Siena und Grosseto befinden sich die komplett kostenlos zugänglichen Thermalbecken der Bagni di Petriolo (auch bekannt als Terme di Petriolo).

die Thermalbecken

Das Thermalwasser kommt hier mit kuscheligen 43 °C aus der Erde und ist somit perfekt, um selbst an kalten Tagen tiefenentspannt im dampfenden Wasser zu sitzen. 

 

Vor Ort gibt es leider keine Duschen. Doch die heißen Becken liegen direkt an einem erfrischenden Fluss (dem Farma). Wenn es dir im Schwefelwasser zu heiß wird oder du den Geruch direkt loswerden willst, springst du für eine Runde Abkühlung einfach direkt in den kühlen Fluss!

Parken kannst du an den Quellen kostenfrei und eine Übernachtung mit dem Camper wird auch geduldet

Kloster La Verna: auf den Spuren von Franz von Assisi

Mitten im wilden, dichten Waldgebiet des Nationalparks Foreste Casentinesi versteckt sich ein echtes, geschichtsträchtiges Juwel: das berühmte Kloster La Verna. Während der umliegende Nationalpark an der Grenze zur Emilia-Romagna vor allem Wanderer anlockt, ist diese Klosteranlage ein absolut magischer Ort, den viele klassische Toskana-Urlauber gar nicht auf dem Schirm haben.

 

Das beeindruckende Franziskanerkloster liegt auf knapp 1.300 Metern Seehöhe, thront spektakulär auf einem steilen Felsen und wurde durch den heiligen Franz von Assisi bekannt. Er empfing hier im Jahr 1224 seine Stigmata (Wundmale). Seither gilt La Verna als einer der wichtigsten und spirituellsten Pilgerorte in ganz Italien.

 

Highlights bei der Erkundung & praktische Tipps

  • Du kannst das weitläufige Klostergelände komplett ohne Führung und kostenlos auf eigene Faust erkunden.
  • Vor Ort gibt es zudem einen kleinen Klosterladen, in dem du traditionelle Produkte kaufen kannst.
  • Wer Hunger mitbringt, kehrt in der Foresteria (der Gaststätte) traditionell ein.
  • Ein absoluter Insider-Tipp: Wer die magische Stille dieses Ortes am späten Abend ganz ohne Tagesgäste erleben möchte, kann in den Mauern des Klosters sogar übernachten.

Hier findest du außführliche Infos zum Nationalpark Foreste Casentinesi.

San Vivaldo: das geheimnisvolle Jerusalem der Toskana

Versteckt zwischen Pisa und San Gimignano liegt San Vivaldo: ein tief spiritueller Ort, der bis heute von den großen Touristenströmen fast völlig unberührt geblieben ist. Die faszinierende Klosteranlage entstand im frühen 16. Jahrhundert und wurde nach dem Vorbild des historischen Jerusalems erbaut.

 

  • Das Besondere: Über das Areal verteilen sich mehrere kleine Kapellen, welche die heiligen Stätten im Miniaturformat symbolisch nachbilden.

Zwischen den alten Mauern und schattigen Waldwegen liegt eine fast greifbare Ruhe. San Vivaldo ist das perfekte Ziel, wenn du in der Toskana einen Moment der Einkehr, Abgeschiedenheit und echte Stille abseits der bekannten Routen suchst.

praktische Infos

Du kannst bei einem Spaziergang die Klosteranlage komplett kostenlos und auf eigene Faust besuchen!  Möchtest du die Kapellen auch von innen bewundern, ist das allerdings nur im Rahmen einer Führung möglich.

In der Osteria San Vivaldo di Carla Alari findest du ein Stück echte Toskana. Wir haben dort gegessen und können dir die rustikale Osteria wirklich sehr empfehlen. 

Radicofani: die Festung des toskanischen Robin Hood

In der wilden, südlichen Toskana – direkt unterhalb des berühmten Val d’Orcia – liegt das mittelalterliche Dorf Radicofani. Während die Touristenbusse meist weiter nördlich halten, erwarten dich hier herrlich ruhige, steinerne Gassen, über denen majestätisch eine mächtige Festung thront.

 

  • Robin Hood: Berühmt wurde der geschichtsträchtige Ort übrigens durch den legendären Ritter und Räuber Ghino di Tacco. Er war eine Art toskanischer Robin Hood, der hier im Mittelalter sein Unwesen trieb. Seine Legende verleiht Radicofani bis heute einen ganz besonderen, mystischen Hauch.

Die mächtige Festung

Die historische Burganlage Fortezza di Radicofani solltest du dir bei deinem Besuch auf keinen Fall entgehen lassen. Die Besichtigung kostet gerade einmal 5 Euro und du kannst dein Auto bequem und kostenlos direkt am Burgeingang parken. Oben angekommen reicht der spektakuläre Rundumblick unfassbar weit über die typische Hügellandschaft der Toskana bis hin zum erloschenen Vulkan Monte Amiata.

Im kleinen Laden „Pane e Companatico“ kannst du dir ein rustikales panino richten lassen und es mit einem Glas lokalem Wein am der Piazzetta del Teatro genießen. 

Anghiari: das mittelalterliche Juwel

Ganz im Osten der Toskana wartet ein echtes Highlight für Romantiker auf dich: Anghiari. Dieses kleine, malerische Dorf thront wie eine Festung auf einem Hügel und hat sich seinen ursprünglichen, mittelalterlichen Charakter fast komplett bewahrt.

 

  • Ein toller Nebeneffekt: Anghiari liegt unweit der Stadt Arezzo, die ebenfalls absolut sehenswert ist. Arezzo ist  im Vergleich zu Florenz oder Siena nämlich vom Massentourismus noch weitgehend verschont geblieben ist. Anghiari & Arezzo sind also die perfekte Kombination für einen authentischen Toskana-Tag!

Stadtmauern & der schönste Aussichtspunkt der Stadt

Das absolute Highlight in Anghiari ist ein ausgiebiger Spaziergang auf den mächtigen, jahrhundertealten Stadtmauern. Von hier oben hast du einen fantastischen Blick auf das weite, grüne Umland der Toskana.

 

Für das perfekte Erinnerungsfoto solltest du hingegen unbedingt die Terrazza Panoramica an der Via Nuova besuchen. 

Parken kannst du in Anghiari übrigens kostenfrei am großen Parkplatz am Corso Giacomo Matteotti. Von hier führt ein Lift hoch in die Altstadt. 

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