Molise Rundreise
die perfekte Route
Du möchtest eine Molise Rundreise machen? Dann bist du hier genau richtig! Wir zeigen dir eine richtig tolle Route durch eine Region, von der viele Italiener scherzhaft sagen, dass sie gar nicht existiert. „Il Molise non esiste“ ist ein echter Running Gag – und für uns der Hauptgrund, warum wir uns mit dem Camper genau dorthin aufgemacht haben.
Unsere Rundreise durch die unbekannte süditalienische Region Molise dauert circa eine Woche.
Die Route führt dich vorbei an einsamen Stauseen, durch halbverlassene, wunderschöne befestigte Dörfer und mitten hinein in das echte Dolce Vita. Das beste? Molise ist ein absolutes Paradies zum Freistehen.
Unterwegs trafen wir herzliche Einheimische, die kaum glauben konnten, dass sich einmal Touristen zu ihnen verirren. Und ein amerikanisches Pärchen, das hier sein Auswanderer-Glück gefunden hat.
Auf einen Blick
Ist die Region Molise sehenswert?
Kurz und bündig gesagt: Ja absolut!
Molise ist nach dem Aosta Tal die zweitkleinste Region Italiens und touristisch ein komplett unbeschriebenes Blatt. Wenn du riesige Hotelkomplexe, Geschäftspromenaden und englischsprachige Speisekarten suchst, bist du hier jedoch falsch. Wenn du aber das authentische Italien erleben willst, wie es vor 50 Jahren war, wirst du Molise lieben.
Für wen sich eine Molise Rundreise lohnt:
Camper & Roadtripper: Für alle, die die absolute Freiheit beim Freistehen suchen.
Naturverliebte: Die Bergwelten, dichten Wälder und einsamen Stauseen sind spektakulär und menschenleer.
Entdecker: Du spazierst durch mittelalterliche Dörfer, in denen du oft der einzige Tourist weit und breit bist.
Authentizitäts-Sucher: Hier erlebst du echte, ungespielte italienische Gastfreundschaft von Einheimischen, die sich noch ehrlich über Besucher freuen.
Unser Fazit: Molise ist kein Ort für einen klassischen Italien-Urlaub, sondern ein Paradies für Individualreisende und Camper, die Natur, Ruhe und das unverfälschte Dolce Vita abseits der Massen suchen.
Was du vor deiner Reise wissen solltest
Damit dein Roadtrip durch die Molise ein voller Erfolg wird, haben wir hier die wichtigsten Fakten gesammelt, die uns unterwegs aufgefallen sind und die du vor deiner Reise kennen solltest:
- Kostenfreies Parken & Freistehen: Du kannst in der Molise fast überall komplett kostenlos parken und übernachten.
- Brunnen & Trinkwasser: fast in jedem Ort finden sich kostenfrei zugängliche Trinkwasserbrunnen. In Molise ist das Leitungswasser übrigens sicher!
- Sehenswürdigkeiten zum Nulltarif: Ob alte Burgruinen, spektakuläre Naturparks oder historische Ausgrabungsstätten – die allermeisten Sehenswürdigkeiten kosten keinen Cent Eintritt.
- Kaum Infrastruktur: Molise ist touristisch kaum erschlossen. Klassische Campingplätze gibt es fast gar nicht und offizielle Stellplätze sind oft verlassen.
- Unglaublich sauber: Im Vergleich zu anderen süditalienischen Regionen ist Molise extrem sauber. Die Natur ist unberührt und es liegt kaum Müll herum. Lasst es uns bitte genauso hinterlassen!
- Überraschte Einheimische: Die Locals sind Touristen absolut nicht gewohnt. Wenn du erzählst, dass du hier Urlaub machst, erntest du oft ungläubige, aber unglaublich herzliche Blicke.
- Öffnungszeiten: Die klassische „Controra“ (Mittagspause) wird hier strikt gelebt. Zwischen 13:00 und 17:00 Uhr sind die ohnehin schon ruhigen Orte wie leergefegt und die Geschäfte geschlossen.
- Straßenhunde & Straßenkatzen: In den Dörfern und Bergen wirst du öfter auf Vierbeiner treffen. Sie sind meistens sehr friedlich und dankbar. Unser Tipp: Wir haben im Camper immer eine kleine Packung Futter dabei, um den Fellnasen unterwegs eine Freude zu machen.
Molise Rundreise: Tipps fürs Campen & Freistehen
Wir haben unsere Molise Rundreise mit dem Camper gemacht! Falls auch du mit deinem eigenen Camper unterwegs bist, wirst du in der süditalienischen Region Molise ein wahres Paradies zum Freistehen finden.
Klassische Campingplätze und offizielle Stellplätze sind hier extrem rar – manche der offiziell ausgewiesenen Plätze sind sogar komplett verlassen. Dafür wird das Freistehen von den Einheimischen absolut geduldet und entspannt gesehen.
Wenn du mit dem Camper unterwegs bist, lohnt es sich außerdem (fast) jeden Tag den Übernachtungsplatz zu wechseln.
Um Stellplätze zu finden nutzen wir übrigens gerne die kostenfreie App Park4Night.
Molise Rundreise: die Route für 7 Tage
Unsere Molise Rundreise führt dich einmal quer durch die unbekannte süditalienische Region. Vorbei an einsamen Stauseen und Geisterdörfern bis hin zur Adriaküste. Wir haben unsere Rundreise so geplant, dass sie in circa 7 Tagen perfekt machbar ist.
Gut zu wissen: Unsere Molise Rundreise beinhaltet auch zwei tolle aber anspruchsvolle Bergwanderungen. Nämlich auf den Monte Meta und den Monte Miletto. Wenn du lieber gemütlich im Tal bleibst oder das Wetter nicht mitspielt, kannst du diese Wanderungen aber auch ganz unkompliziert weglassen. Stattdessen kannst du mehr Zeit in den verträumten Dörfern oder am Meer verbringen.
Unsere Route startet mitten in den einsamen Bergwelten an der Grenze zu den Abruzzen und endet im bunten Küstenstädtchen Termoli an der Adria. Hier bekommst du einen Überblick über die Route der Molise Rundreise:
Tag 1: Wanderung auf den Monte Meta & Lago di Montagna Spaccata
Tag 2: Lago di Castel San Vincenzo, Abbazia di San Vincenzo al Volturno & Geisterdorf Rocchetta al Volturno
Tag 3: Isernia, Carpinone mit den Wasserfällen, Castelpetroso & Parco del Mulino
Tag 4: Roccamandolfi mit der Tibetanischen Brücke, Bojano & Cività Superiore
Tag 5: Wanderung auf den Monte Miletto, Saepinum & Campobasso
Tag 6: Casalciprano, Castropignano, Limosano & Civitacampomarano
Tag 7: Lago di Guardalfiera, Larino & Termoli
Tag 1: Aufbruch in die Wildnis
Wanderung auf den Monte Meta
Tag 1 unserer Molise Rundreise startet im beeindruckenden Parco Nazionale d’Abruzo, Lazio e Molise. Und zwar mit einer anspruchsvollen Bergwanderung auf den Monte Meta. Die Wanderung führt durch eine unberührte Natur und belohnt mit einer epischen Ausblicken über die drei Regionen.
Für den Aufstieg auf den Monte Meta gibt es zwei Optionen, je nachdem, von wo aus du starten möchtest. Beide Startpunkte bieten kostenfreie Parkplätze, auf denen du auch mit dem Camper gut stehen kannst:
Option 1 (Abruzzen): Pianoro Campitelli. Hier haben wir geparkt. Das Tolle an diesem Startpunkt ist, dass es dort ein gemütliches Rifugio (Berghütte) gibt. Nach der Wanderung kannst du dich hier mit kalten Getränken belohnen oder die lokale Küche genießen.
Option 2 (Molise): Val Fiorita. Die Alternative, wenn du direkt auf der molisanischen Seite der Grenze starten möchtest.
Infos zur Wanderung
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Details
Ausgangspunkt: kostenfreier Wanderparkplatz Campitelli
Länge: 13 km
Dauer: circa 7:00
Schwierigkeit: schwer
Höhenmeter: ↑ 850 m / ↓ 850 m
Hier kannst du die Wanderung auf den Monte Meta auf Komoot finden.
Lago della Montagna Spaccata
Am Nachmittag geht es weiter zum Lago della Montagna Spaccata. Der Stausee liegt zwar streng genommen noch ganz knapp in der Region Abruzzen, ist aber der perfekte Stopp nach der anstrengenden Bergtour auf den Monte Meta.
Der See ist übrigens ein echter Geheimtipp und lädt mit seinem klaren Wasser zum Schwimmen ein.
Besonders toll: im See gibt es eine große, kostenfrei zugängliche Plattform!
Rund um den See findest du wunderbare, ruhige Plätze, um den Camper für eine Nacht abzustellen.
Tag 2: türkisblauer See & Geisterdörfer
Castel San Vincenzo
Unter dem kleinen Ort Castel San Vincenzo liegt der gleichnamige See. Und dieser leuchtet in einem fast unwirklichen, intensiven Türkisblau. Und genau das macht den Stausee zu einem absoluten Highlight! Der See bietet außerdem fantastische Bademöglichkeiten im glasklaren Wasser.
Die See Umrundung: du kannst mit dem Auto oder Camper einmal komplett um den See herumfahren um die besten Aussichtspunkte zu finden.
Doch Achtung, Abenteuer: Die Straße rund um den See ist nicht asphaltiert. Die Schotterpiste ist zwar machbar, aber fahr am besten langsam und pass auf Schlaglöcher auf!
Abbazia di San Vincenzo al Volturno
Nur 10 Autominuten von Castel San Vincenzo entfernt befindet sich die Abbazia di San Vincenzo al Volturno. Die alte Kirche mit dem romanischen Aquäduktbogen ist ein wirklich tolles Fotomotiv, welches du auf keinem Fall verpassen solltest.
Rocchetta al Volturno
Nur weitere 10 Autominuten von der Abbazia entfernt wartet ein echtes Highlight für Entdecker: Das verlassene Geisterdorf Rocchetta Alta. Wenn du wie wir Lost Places liebst, musst du hier einfach stoppen!
Das Dorf klebt spektakulär an einer steilen Felswand. Wir sind vorsichtig durch die verlassenen, überwucherten Gassen spaziert wo sich die Natur langsam alles wieder zurückholt. Der Weg führt übrigens ganz hinauf bis zur alten Burgruine. Aber Achtung: es besteht Einsturzgefahr!
Tag 3: Wasserfälle & Märchenschlösser
Isernia
Isernia ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und eine der wichtigsten Städte in Molise. Die Stadt hat eine wunderschöne Altstadt, die sich perfekt für einen kurzen, entspannten Spaziergang eignet. Schlendere einfach durch die engen Gassen und genieße das echte, untouristische Italien!
Carpinone
Carpinone ist ein kleiner, wunderschöner Ort, von dem aus du eine tolle Kurzwanderung zu den spektakulären Carpinone-Wasserfällen machen kannst.
Der Startpunkt: Los geht es auf der Piazza del Mercato, wo du übrigens auch kostenfrei parken kannst.
Der Weg zu den Wasserfällen: Du folgst der Via Fosso, die schließlich zur Via Porta Mulino wird. Der Weg führt hier relativ steil bergab. Zieh dir am besten rutschfeste Schuhe an (normale Sneaker reichen, Wanderschuhe sind nicht extra nötig).
Das Ziel vor Augen: Unten angekommen, stehst du vor einer kleinen Bar. Links davon startet ein Waldweg, der dich direkt zu den Wasserfällen führt.
Wichtig für den Sommer: In den Sommermonaten ist die Zufahrt über die Via Fiume bis vor zu den Wasserfällen für Autos verboten. Ein Schild weist darauf hin. Obwohl viele Besucher das Verbot ignorieren, empfehlen wir dir dringend, oben zu parken und den Wanderweg zu nehmen, um Ärger und Strafzettel zu vermeiden
Castelpetroso: Santuario della Madonna Addolorata
Mitten in den grünen Bergen steht das Santuario della Madonna Addolorata von Castelpetroso. Mit ihren neugotischen Türmen und der hellen Fassade wirkt sie fast wie ein Märchenschloss aus einem Disneyfilm.
Faszinierende Geschichte: Der Bau der Basilika hat übrigens über 100 Jahre gedauert! Das Beeindruckendste daran: Die gigantische Bauzeit wurde fast ausschließlich durch die Spenden von Gläubigen finanziert.
Parco dei Mulini
Zum Abschluss des Tages ging es für uns noch zum Parco dei Mulini. Der Park mit den Wassermühlen ist eine kleine grüne Oase und der ideale Ort für ein gemütliches Picknick
Tag 4: Adrenalin, alte Festungen & Mozzarella
Roccamandolfi & die Tibetanische Brücke
Heute wird es spektakulär! Es geht nach Roccamandolfi, einem Bergdorf, das mitten im wilden Matese Nationalpark liegt. Hier erwartet dich eine tolle kleine Wanderung, die Geschichte und Adrenalin perfekt verbindet.
Die Burgruine (Rocca Maginulfo): Hoch oben auf den Klippen thronen die Überreste einer alten normannischen Festung.
Die Tibetische Hängebrücke (Ponte Tibetano): Direkt in der Nähe der Burg überspannt eine spektakuläre, 234 Meter lange Hängebrücke eine tiefe Schlucht. Wenn du schwindelfrei bist, ist der Gang über die schwankende Brücke ein absolutes Muss und sorgt für den perfekten Nervenkitzel!
Bojano & Cività Superiore
Der nächste Stopp führt uns nach Bojano. Food-Liebhaber aufgepasst: Die Stadt ist in der ganzen Region berühmt für ihre traditionellen Käsereien (Caseifici) und weltklasse Mozzarella!
Direkt über Bojano thront auf einem Hügel das winzige, mittelalterliche Dorf Cività Superiore, das du unbedingt besuchen solltest.
Das Highlight: Absolut sehenswert sind die Ruinen des Castello Normanno. Von der alten Normannen-Festung aus hast du einen tollen Ausblick über das gesamte Tal von Bojano.
Tag 5: Gipfelsturm & „Pompeji von Molise“
Campitello Matese & Monte Miletto
Campitello Matese im Matese Nationalpark ist im Winter ein Skiort und im Sommer ein ruhiges Wanderparadies.
Grenzgänger-Tour: Das Matese-Massiv ist ein echtes Grenzgebiet, denn direkt hinter den Gipfeln grenzt die Molise an die Region Kampanien. Bei gutem Wetter kannst du beidseitig aufs Meer sehen.
Die pure Einsamkeit: Das Tolle an dieser Region? Sie ist vom Massentourismus komplett verschont. Wir haben eine ziemlich einsame Bergwanderung erlebt, denn außer uns war den ganzen Tag über absolut niemand am Berg. Natur pur und Stille im Parco Nazionale del Matese!
Im Sommer kannst du hier überall kostenfrei parken und auch im Camper übernachten.
Infos zur Wanderung
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Details
Ausgangspunkt: kostenfreier Parkplatz Campitello Matese
Länge: circa 7 km
Dauer: circa 3:30
Rückweg: über die Skipisten zurück nach Campitello Matese
Schwierigkeit: mittelschwer
Höhenmeter: ↑ 600 m / ↓ 600 m
Hier kannst du die Wanderung auf den Monte Miletto auf Komoot finden.
Saepinum
Die beeindruckende, alte Römerstadt Saepinum ist ein absolutes Molise Highlight, das du dir nicht entgehen lassen solltest.
Aktueller Hinweis (Umbau): Die Anlage wird derzeit barrierefrei umgebaut. Leider ist deshalb aktuell ein großer Teil der Ruinen gesperrt. Ein Besuch lohnt sich aber auf alle Fälle trotzdem!
Saepinum ist derzeit aufgrund des Umbaus kostenfrei zugänglich. Derzeit ist nur der Eingang vom Parcheggio Terravecchia geöffnet.
Campobasso
Campobasso ist die Hauptstadt von Molise. In circa zwei Stunden Zeit kannst du die wichtigsten Highlights der historischen Altstadt perfekt zu Fuß entdecken.
Diese Ecken der charmanten Altstadt solltest du dir genauer ansehen:
Castello Monforte: Das absolute Wahrzeichen thront auf dem höchsten Punkt der Stadt. Der Aufstieg über die Treppen lohnt sich, denn von hier oben hast du einen fantastischen Panoramablick über ganz Campobasso. Das Castello ist kostenfrei zugänglich.
Chiesa di San Bartolomeo: Eine wunderschöne, schlichte romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die direkt am Weg liegt, wenn du zum Castello hinaufsteigst.
Torre Terzano: Dieser markante, runde Wehrturm steht unweit der Kirche und ist ein tolles Fotomotiv.
Statua di Fred Bongusto: Die Bronzestatue ehrt den berühmten italienischen Sänger und Komponisten, der in Campobasso geboren wurde.
Tag 6: Open-Air-Museen & Dolce Vita
Casalciprano
Heute wartet ein ganz besonderes Kulturerlebnis auf dich. Es geht nämlich nach Casalciprano. Das kleine Bergdorf wurde in ein faszinierendes Freilichtmuseum (Museo a Cielo Aperto) verwandelt.
Das Konzept: Während du durch die engen Gassen schlenderst, begegnen dir überall lebensgroße Statuen, alte Werkzeuge und liebevolle Nachbildungen. Sie zeigen hautnah, wie das harte, aber herzliche Leben der Bauern und Handwerker in Molise früher aussah.
Der Rundweg: Du musst dir keine Sorgen machen, etwas zu verpassen: Gut sichtbare Schilder führen dich auf einem logischen Rundweg durch den gesamten Ort
Castropignano
Nur ein kurzes Stück weiter liegt das charmante Dorf Castropignano. Das Highlight des Ortes ist übrigens die Burg Castello d’Evoli. Du kannst am Vorplatz der Burg auch parken!
Die alte Festung wurde liebevoll restauriert und ist komplett kostenfrei und ohne Öffnungszeiten zugänglich.
Das Panorama: Vom Innenhof des Castello hast du einen traumhaften Ausblick auf Castropignano und das Umland.
Limosano
Auch einen Spaziergang durch das mittelalterliche Dorf Limosano solltest du dir nicht entgehen lassen. Der alte Teil des Ortes thront spektakulär auf einem steilen Tuffsteinfelsen.
Der Charme des Verfalls: Große Teile der historischen Altstadt sind heute leider verlassen. Wenn du durch die stillen, engen Steingassen und vorbei an den verwitterten Fassaden spazierst, fühlt es sich an wie eine Reise in eine vergessene Zeit.
Civitacampomarano
Den perfekten Abschluss dieses Tages erlebten wir im charmanten Ort Civitacampomarano.
Der Ort ist übrigens ein faszinierendes Kontrastprogramm: Ein historisches, vom Verfall bedrohtes Dorf, das durch Kunst komplett neu belebt wurde.
- Graffitis & Hausbemalungen: An den Fassaden, Türen und Ruinen findest du spektakuläre Street-Art von internationalen Künstlern. Es macht unglaublich Spaß, durch die Gassen zu schlendern und die versteckten Kunstwerke zu suchen.
- „Un borgo che merita ritorno“: Ein Dorf, das eine Rückkehr verdient – so lautet der Slogan des Ortes. Und tatsächlich wirkt das Dorf spürbar belebter als andere in der Umgebung.
Auf einer kleinen Piazza trafen wir auf ein amerikanisches Pärchen, das sich hier im alten Teil des Ortes ein Haus gekauft hat. Die beiden leben hier ein absolut filmreifes Dolce Vita: Gemeinsam mit den Nachbarn essen sie Pasta auf der Piazza und hören dazu Musik aus längst vergangener Zeit. Ein magischer Moment!
Tag 7: vom Stausee ans Meer
Larino
Über den großen Stausee Lago di Guardalfiera geht es weiter in den Ort Larino. Hier ist vor allem der alte Teil des Ortes (Larino Vecchia) sehenswert. Ein Spaziergang durch das historische Zentrum ist ein wunderbare Möglichkeit dich einfach ein wenig treiben zu lassen.
Termoli
Der letzte Stopp unserer Molise Rundreise ist der charmante Küstenort Termoli. Das Fischerstädtchen an der Adria hat uns sofort begeistert.
Die Altstadt: Das historische Zentrum mit den bunten Häusern ist umgeben von einer dicken Stadtmauer. Von hier hast du einen tollen Blick hinaus aufs Meer!
Das Highlight: An der Küste direkt unterhalb der Stadt steht ein traditioneller Trabocco. Es handelt sich um eine alte, hölzerne Fischerplattform auf Pfählen im Meer, die typisch für diese Region sind.
Molise Rundreise: unser Fazit
Ehrlich gesagt hatten wir eine ziemlich geringe Erwartungshaltung als wir uns in die unbekannte süditalienische Region Molise aufmachten. Doch diese wenigen Erwartungen wurden so sehr übertroffen, dass wir am liebsten noch viel länger geblieben wären! Molise hat uns mit ihrer unberührten Natur, den herzlichen Menschen und der absoluten Ruhe beim Campen komplett verzaubert.
Da es im Internet bisher so wenige hilfreiche Infos über diese Ecke Süditaliens gibt, hoffen wir sehr, dass dir unser Reisebericht bei deiner eigenen Routenplanung hilft. Schnapp dir deinen Camper und entdecke Molise, bevor es alle anderen tun. Es lohnt sich wirklich!




