Toskana Geheimtipps

6 Orte abseits der Touristenpfade

Die Toskana ist die beliebteste und meistbesuchte Region Italiens und das mit Recht!

Mittelalterliche Dörfer, historische Städte, Zypressenhainen und eine richtig gute Küche.

Doch leider sind viele Orte in der Toskana sehr überlaufen

Hier zeigen wir dir sechs Toskana Geheimtipps. Orte die abseits der klassischen Touristenpfade liegen und die du wahrscheinlich noch nicht kennst! 

toskana geheimtipps
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Massa Marittima
massa marittima toskana
Massa Marittima

Massa Marittima & Monterotondo Marittimo

Massa Marittima ist eine pittoresken Kleinstadt, in der Provinz von Grosseto, an der wir auf unserer Reise in den Nationalpark Maremma vorbeigekommen sind. Ein Spaziergang in den Abendstunden in Massa Marittima hat, wie in vielen Ortschaften Italiens, einen besonders schönen Flair!

 

Nur 20 Minuten von Massa Marittima entfernt liegt Monterotondo Marittimo. Ein Ort, der sich von einer ganz anderen Seite zeigt.

 

Hier bestimmt nämlich die Geothermie das Bild. Ein Naturphänomen, das die Landschaft in eine fast surreale Szenerie verwandelt. Im kostenfrei zugänglichen Geothermalpark steigt Dampf aus der Erde, es riecht nach Schwefel, und die Umgebung erinnert eher an eine apokalyptische Welt als an die sanfte, postkartenhafte Toskana.


Der Park lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Wir finden Monterotondo Marittimo einen ungewöhnlichen, aber gleichzeitig sehr faszinierender Ort abseits der üblichen Reiserouten.

Toskana Geheimtipps
Geothermal Park Le Biancane
monterotondo toskana
Wanderung Geothermal Park Le Biancane

Thermalquellen Bagni di Petriolo

Wir wollten vor Jahren einmal in den bekannten Thermalbädern von Saturnia baden und fanden nicht mal einen Parkplatz. So überlaufen sind die bekanntesten Schwefeltümpel Italiens.

 

Doch es gibt eine Alternative und diese ist, wie alle Thermalquellen, vor allem in der kalten Jahreszeit schön. Auf halber Strecke zwischen Siena und Grosseto befinden sich die kostenfrei zugänglichen Thermalbecken Bagni di Petriolo.

 

Das Wasser hat circa 43 C°, zum Abkühlen und um den Schwefelgeruch loszuwerden kannst du im erfrischenden Fluss schwimmen, denn es gibt leider keine Duschen!

 

Parken kannst du an den Quellen kostenfrei und eine Übernachtung mit dem Camper wird auch geduldet. 

Kloster La Verna in den Foreste Casentinesi

Das wilde Waldgebiet der Foreste Casentinesi zählt zu unseren Lieblingsorten in der Toskana.

 

Zwischen der Emilia-Romagna und der Toskana gelegen, bietet das Naturschutzgebiet unzählige Wanderwege, kleine malerische Dörfer, eine erstaunliche Artenvielfalt und mittendrinn das berühmte Kloster La Verna

 

Das Franziskanerkloster liegt auf 1.300 Metern Seehöhe und wurde durch Franz von Assisi bekannt, der hier im Jahr 1224 seine Stigmata empfing. Seither gilt La Verna als einer der wichtigsten franziskanischen Pilgerorte Italiens.

 

 

Vor allem im Herbst entfaltet das Kloster, das bis heute von Mönchen bewohnt wird, eine fast mystische Atmosphäre. Du kannst ohne Führung durch das Kloster gehen und dir viele der Räumlichkeiten und Kapellen ansehen. Es gibt einen kleinen Klosterladen, eine foresteria in der du essen kannst und wer möchte, kann hier sogar übernachten.

 

 

Im umgebenden Wald steht zudem der höchste autonome Baum Italiens, der Abetone. Einige Bäume in diesem uralten Forst sind an die 400 Jahre alt. Stille, ehrfurchtgebietende Zeugen der Zeit.

San Vivaldo

Zwischen Pisa und San Gimignano liegt San Vivaldo, ein spiritueller Ort mitten im Wald, der bis heute fast unberührt geblieben ist. Die kleine Klosteranlage entstand im 16. Jahrhundert und wurde nach dem Vorbild Jerusalems erbaut. Mit mehreren kleinen Kapellen, die symbolisch die heiligen Stätten nachbilden.

 

 

Zwischen den alten Mauern und schattigen Wegen liegt eine fast greifbare Ruhe. San Vivaldo lässt sich wunderbar mit einem kleinen Spaziergang verbinden und ist ein perfektes Ziel, wenn man in der Toskana einen Moment der Einkehr und Abgeschiedenheit sucht. Denn es liegt wahrlich fernab der großen Touristenrouten.

 

 

Die Klosteranlage kannst du kostenfrei auf eigene Faust besuchen. Die Kapellen sind von Innen jedoch nur im Rahmen einer Führung begehbar.   

 

 

Wild und lautlos Tipp: Wer nach dem Spaziergang einkehren möchte, findet in der Osteria San Vivaldo di Carla Alari ein Stück echte Toskana. Wir können die Osteria wirklich sehr empfehlen. 

Radicofani

In der südlichen Toskana, unterhalb des Val d’Orcia, liegt Radicofani, ein mittelalterlicher Ort mit ruhigen Gassen, über dem eine mächtige Festung thront. Die Besichtigung der Burganlage kostet 5 Euro und es ist möglich direkt am Burgeingang kostenfrei zu parken. Von hier reicht der Blick weit über die Hügellandschaft bis zum Monte Amiata.

 

Berühmt wurde Radicofani durch den legendären Räuber Ghino di Tacco, eine Art toskanischer Robin Hood, der hier im Mittelalter lebte. Seine Geschichte gibt dem Ort einen Hauch von Mythos.

Wer durch die alten Gassen schlendert, spürt, dass Radicofani noch immer ein Geheimtipp ist.

 

Wild und Lautlos Tipp: Im kleinen Laden „Pane e Companatico“ kannst du dir ein rustikales panino richten lassen und es mit einem Glas lokalem Wein am der Piazzetta del Teatro genießen. 

Piazza in Radicofani Toskana
Piazza in Radicofani
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