Samaipata Amboro Nationalpark
Wandern zu den Riesenfarnen
Der Samaipata Amboro Nationalpark ist das Highlight der Kleinstadt Samaipata.
Hier kannst du durch den Nebelwald zu den baumhohen Riesenfarnen, den Hechos Gigantes, wandern.
Samaipata und der Amboro Nationalpark liegen abseits der klassischen Bolivien-Route. Ein wahrer Geheimtipp für alle, die Natur lieben und Ruhe suchen.
Anreise Samaipata Amboro Nationalpark
Von Sucre gibt es normalerweise eine Direktverbindung nach Samaipata, die mit dem Bus etwa 8 Stunden dauert.
Während unseres Bolivien Aufenthalts waren jedoch größere Teile der Region Cochabamba aufgrund von Aufständen blockiert.
Wir mussten deshalb einen weiten Umweg über Monteagudo fahren: zuerst mit dem Nachtbus nach Santa Cruz della Sierra und dann weiter mit einem Trufi (Sammeltaxi) nach Samaipata. Insgesamt waren wir 21 Stunden unterwegs.
Erkundige dich also immer vorzeitig nach der aktuellen Lage!
Busfahren in Bolivien: wichtig zu wissen
Bolivien ist weitläufig, und die Straßen sind nicht überall gut ausgebaut. Busfahrten können sich oft deutlich verlängern. Klimaanlagen funktionieren nicht immer, und im Bus kann es sehr warm und stickig werden.
Wir haben verschiedene Unternehmen getestet und können Bolivar für Langstrecken als vergleichsweise zuverlässig empfehlen.
Samaipata
Samaipata ist eine ruhige Kleinstadt in den Ausläufern der Anden. Einige europäische Auswanderer haben sich hier niedergelassen, viele Häuser besitzen weite Gärten und blühende Innenhöfe.
Rund um den Hauptplatz Plaza Principal findest du kleine Cafés und Läden. Besonders toll fanden wir den lokalen Markt Mercado Municipal Samaipata, denn dort konnten wir gut und vor allem günstig essen. Außerdem gibt es dort sogar einen veganen Stand, an dem uns ein Koch eine richtig gute Minestrone und ein Chili sin Carne servierte.
Samaipata Aktivitäten und Highlights
- eine Wanderung im Samaipata Amboro Nationalpark
- einen gemütlichen Spaziergang durch die Kleinstadt & einen Besuch des bunten Marktes
- eventuell den Besuch der Pre-Inka Ruine El Fuerte
- die kostenfreie Wanderung auf eigene Faust zum Aussichtspunkt auf Samaipata
Samaipata Amboro Nationalpark
Der Amboro Nationalpark umfasst rund 4.425 km² und ist ein außergewöhnliches Übergangsgebiet zwischen drei Ökosystemen: den Voranden, den Trockengebieten des Gran Chaco und dem feuchten Amazonasbecken. Durch diese Vielfalt ist das Schutzgebiet extrem artenreich – zugleich aber auch bedroht. Brände, Rodungen und Privatisierung lassen die geschützten Flächen jedes Jahr weiter schrumpfen. Ein Teil des Nationalparks ist bis heute unerschlossen.
Um den Park zu besuchen, ist eine geführte Tour notwendig. Die Touren erfolgen meist in Kleinstgruppen mit maximal fünf Personen plus Guide.
In Samaipata gibt es mehrere kleine Reiseagenturen im Zentrum – dort kannst du Touren meist spontan für den nächsten Tag buchen. Wir waren mit „Samaipata Tours, Turismo y Artesanía“ unterwegs und können die Tour empfehlen.
Samaipata Amboro Nationalpark Wanderung zu den Riesenfarnen
Mit einem Jeep fahren wir früh morgens los in Richtung Parkgrenze. Dort erfolgt die Registrierung, und wir müssen eine kleine Abgabe an die lokale Bevölkerung zahlen.
Anschließend beginnt die Wanderung zu den Hechos Gigantes – den Riesenfarnen. Der Weg führt auf schmalen Pfaden durch den dichten Nebel- und Farnwald.
Die Wanderung ist technisch nicht schwierig, aber die Höhe und die schwüle Luft können anstrengend sein. Die Atmosphäre ist dicht und ruhig: feuchte Erde, tropisches Blattwerk, alles in unglaublich satten Grüntönen. Die Riesenfarne wirken wie Relikte aus der Urzeit.
die Riesenfarne
Die Riesenfarne gedeihen in diesem humiden und temperierten Klima ohne Wind.
Diese Spezies wächst im Jahr circa 2 Millimeter, die größten Pflanzen, die wir zu sehen bekommen sind an die acht Meter hoch und somit um die viertausend Jahre alt.
Ein Farn stirbt nur wenn sich die klimatischen Bedingungen ändern oder Feuer ausbricht, ansonsten können diese Pflanzen ewig leben. Stürzen sie zu Boden wachsen sie dort einfach weiter.
El Fuerte
Ein wenig außerhalb von Samaipata befindet sich die präkolumbianische Festung El Fuerte. Sie zählt zu den faszinierendsten archäologischen Stätten Boliviens und gehört außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dabei handelt es sich nicht um eine klassische Festung, sondern vielmehr um eine riesige, in den Fels gehauene Kult- und Zeremonialanlage.
Um zur Festung El Fuerte zu gelangen musst du dir entweder ein Taxi nehmen oder den Besuch im Rahmen einer geführten Tour machen.
Wir selbst haben uns nach einem kurzen Preisvergleich (Eintritt El Fuerte + Anfahrt mit dem Taxi) gegen den Besuch entschieden. Nicht, weil der Ort nicht interessant wäre, sondern weil wir auf unserer Reise durch Südamerika mehrere Inka-Stätten rund um Cusco besucht hatten. Für uns persönlich wäre es dieses Mal nicht im richtigen Verhältnis von Aufwand und Erlebnis gewesen.
Wenn du allerdings noch keine Inka- oder Pre-Inka-Ruinen gesehen hast, kann sich ein Besuch durchaus lohnen.
Wanderung zum Aussichtspunkt Cerro de la Patria
Diese Wanderung zum Samaipata Aussichtspunkt ist eine tolle Aktivität die du ohne Taxi oder geführter Tour durchführen kannst. Die Wanderung startet in Samaipata und du kannst sie problemlos auf eigene Faust durchführen. Das Ziel stellt der Aussichtspunkt Cerro de la Patria dar, von dem du Samaipata und die umliegenden Hügel überblickst.
Die Wanderung ist relativ einfach, nicht allzu lang und nicht sehr frequentiert. Da es keine Wegemarkierungen gibt empfehlen wir dir unbedingt eine Offline Karte wie etwa Maps.me.
Infos zur Wanderung
hier klicken
Details
Ausgangspunkt: Samaipata Zentrum
Länge: 5 km
Dauer: circa 1:30 Stunden hin und zurück
Schwierigkeit: leicht
Höhenmeter: ↑ 260 m / ↓ 260 m
Hier kannst du die Wanderung zum Cerro del la Patria, Samaipata auf Komoot finden.




