Turin
Städtetrip
Ein Turin Städtetrip ist perfekt für alle, die Italiens elegante Seite entdecken möchten.
Die Stadt ist überschaubar, nicht überlaufen, fußläufig gut zu entdecken und voll von kleinen Details.
Hier zeigen wir dir was du an einem Wochenende in der eleganten ersten Hauptstadt Italiens alles erleben kannst.
Die Stadt Turin
Wusstest du, dass Turin die erste Hauptstadt des vereinten Italiens war? Nämlich von 1861 bis 1865. Danach folgte für kurze Zeit Florenz bevor Rom endgültig im Jahr 1871 zur Hauptstadt Italiens wurde.
Unter den insgesamt 18 Kilometern Arkaden lässt es sich bei jedem Wetter spazieren gehen, vorbei an traditionellen Kaffeehäusern, in denen die alte piemontesische Kaffeehauskultur noch lebendig ist. Turin gilt außerdem als Geburtsort von FIAT und von Gianduia, der berühmten Haselnussschokolade, die hier ihren Ursprung hat. Turin ist außerdem eng mit der frühen Kinokultur verbunden – bereits die Brüder Lumière drehten hier einige ihrer ersten Aufnahmen und legten damit den Grundstein für Turins lange Filmtradition.
Trotz all dieser Besonderheiten bleibt Turin überraschend leise im Vergleich zu anderen italienischen Großstädten und vielleicht macht genau das ihren besonderen Reiz aus.
Die Sehenswürdigkeiten
Mole Antonelliana
Die Mole Antonelliana ist das Symbol Turins – elegant, außergewöhnlich und voller Geschichte.
Das Bauwerk wurde 1863 vom Architekt Alessandro Antonelli geplant und 1889, als Denkmal der Einheit Italiens, fertiggestellt. In dieser Epoche war die Mole Antonelliana mit ihren 167 Metern das höchste gemauerte Gebäude Europas.
Heute beherbergt die Mole das Museo del Cinema und die spektakuläre Aussichtsplattform. In nur 59 Sekunden bringt dich der Aufzug vertikal durch das Kinomuseum bis auf 85 Metern Höhe. Hier eröffnet sich ein unglaublicher Blick über die Stadt bis hin zum Alpenbogen.
Das Ticket für die Aussichtsplattform der Mole Antonelliana kaufst du am besten Vorzeitig online, denn die Plätze sind begrenzt. Wir haben die Plattform beim Sonnenuntergang besucht!
Ein Ticket kostet 9 Euro.
Es gibt auch Kombitickets für das Museo del Cinema und die Aussichtsplattform. Willst du nur das Museum besuchen, kannst du dein Ticket auch direkt vor Ort kaufen.
Museo Egizio: das ägyptische Museum
Das Ägyptische Museum wurde 1824 eröffnet und ist heute das größte Museum der Welt, das sich ausschließlich der ägyptischen Geschichte widmet.
Zwischen Mumien, Tier-Sarkophagen und jahrtausendealten Fundstücken lässt sich hier eine ganze Epoche still und eindrucksvoll erleben. Insgesamt sind über 200 Mumien und Sarkophage ausgestellt. Aufgrund der Größe des Museums solltest du unbedingt mehrere Stunden für dessen Besuch einrechnen.
Eintritt: 19 Euro, ermäßigt 3 Euro für Schüler und Studierende – also unbedingt den Studentenausweis mitnehmen.
Aussichtspunkt: Santa Maria del Monte dei Cappuccini
Auf der anderen Seite des Flusses Po befindet sich der Aussichtspunkt der Kirche Santa Maria del Monte dei Cappuccini.
Von hier hast du eine wunderbare Aussicht auf Turin, die Mole Antonelliana und bei gutem Wetter auf die Berglandschaft die über die Stadt im Norden wacht.
Parco del Valentino & das Po Ufer
Städte die an einem Fluss liegen haben unserer Meinung nach immer eine besonders schöne Atmosphäre. Durch Turin fließt der längste Fluss Italiens: der Po. Wenn das Wetter schön ist, lässt sich an dessen Ufer herrlich spazieren und sonnenbaden.
Vom Stadtzentrum aus gelangst du zu Fuß entlang des Flusses Po bis zum Parco del Valentino – dem antiken Stadtpark Turins.
Hier triffst du auch auf neugierige Eichhörnchen. Wir haben uns fast ein bisschen so gefühlt als wie im St. James Park in London.
Piazza San Carlo
Wenn du mit dem Zug nach Turin kommst siehst du vom Bahnhof bereits in der Ferne den Palazzo Reale, dem Königspalast. Dieser liegt am Ende der schnurgeraden Via Roma, eine mit Arkaden gesäumte Einkaufsstraße, die dich auf halber Strecke auf die Piazza San Carlo führt.
Von den Einheimischen wird der Platz auch elegantes Wohnzimmer genannt und unserer Meinung nach ist er der schönste Platz Turins.
Palazzo Reale & Giardini Reali
Am Ende der Via Roma liegt der Königspalast, der einst die Residenz der Könige von Savoyen und später des ersten Königs von Italien war.
Hinter dem Palazzo Reale liegen die kostenfrei zugänglichen königlichen Gärten die sich wunderbar für einen Spaziergang eigenen.
Eintritt Palazzo Reale: 15 Euro, ermäßigt 2 Euro für Schüler und Studenten.
Galleria Subalpina & Galleria San Federico
Zwischen den breiten Straßen und eleganten Plätzen Turins verstecken sich kleine Arkaden, die zum Verweilen einladen.
Die Galleria Subalpina, lichtdurchflutet und von Glas und Marmor geprägt, verbindet die Piazza Castello mit der Via Roma – ein eleganter Moment fernab des Trubels.
Die Galleria San Federico hingegen befindet sich unweit der Piazza San Carlo. Kleine Läden, feine Restaurants und das Kino Lux reihen sich unter dem Glasdach aneinander. Hier befindet sich außerdem auch das Likörgeschäft Liquorificio Spirito Reale.
la farinata
Die Farinata di Ceci ist das Streetfood in Turin. Der dünne goldgelbe Fladen wird aus Kichererbsenmehl, Wasser, Olivenöl und Salz hergestellt. Eigentlich stammt das Rezept aus Ligurien, heute ist die Farinata aber ein Klassiker in Turin wo sie einfach mit Pfeffer serviert wird.
Wir machen die farinata auch gerne Zuhause. Das ist nämlich supereinfach, sehr lecker und du kannst wenn du magst (fast) jedes Gemüse in den Teig geben.
Anbei unser Rezept:
- 300g Kirchererbsenmehl
- 900ml Wasser
- 1 TL Salz
- 75ml Olivenöl
Mit einem Schneebesen das Kircherbsenmehl mit dem Wasser und dem Salz vermengen. Etwas ruhen lassen und anschließend den Schaum abschöpfen. Olivenöl hinzugeben und falls du magst das Gemüse deiner Wahl. (z.B. 250g Champignons die du kurz in der Pfanne mit Olivenöl, Salz und einer Knoblauchzehe anbratest).
Der flüssige Teig wir anschließend in eine Auflaufform gegeben und bei 220°C Ober-und Unterhitze 30 Minuten lang gebacken. Die Farinata kann warm oder kalt gegessen werden. Wichtig ist nur sie nach dem Backen nochmals circa 30 Minuten festwerden zulassen.
Abendstimmung in Turin
Wenn der Tag sich dem Ende zu neigt, wird Turin stiller. Die breiten Straßen der Innenstadt füllen sich mit warmem Licht, und die Arkaden werfen lange Schatten auf das Kopfsteinpflaster. Ein Abendspaziergang führt vorbei an geöffneten Buchhandlungen, kleinen Bars und den letzten Stimmen, die sich in den Säulengängen verlieren.
Je weiter man durch das historische Zentrum schlendert, desto mehr entfaltet sich der elegante Charakter der Stadt. Besonders magisch wirkt die Galleria San Federico, die in ein sanftes, fast filmisches Licht getaucht ist. Zwischen Marmor, hohen Bögen und diesem typischen alten Kino-Glamour fühlt es sich an, als würde man für einen Moment in eine andere Zeit eintreten.




